Verband der Finnischen Forstindustrie stellt sich durch neue Strategie und Organisation auf die veränderten Verhältnisse ein

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Das Geschäftsumfeld und die Herausforderungen für die finnische Forstindustrie haben in den letzten Jahren signifikante Veränderungen durchgemacht. Hierauf hat sich der Verband der Finnischen Forstindustrie durch Neuausrichtung seiner Strategie und Aufgabenstellung und durch eine Umstrukturierung seiner Organisation eingestellt. Außer auf Arbeitsmarktfragen wird der Verband sich auf die Wettbewerbsfähigkeitsfragen, Forschung und Entwicklung sowie nachhaltige Entwicklung und Ressourcen fokussieren.

»Die finnische Forstindustrie kann ihre Zukunft nicht allein auf ihren traditionellen Wettbewerbsvorteilen aufbauen. Die Veränderungen in den Märkten und in ihrem Geschäftsumfeld konzentrieren die Industrie mit neuen Herausforderungen, denen die Unternehmen durch Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit sowie durch Selbsterneuerung zu begegnen haben. Der immer schärfer werdende globale Wettbewerb verlangt von uns Fokussierung speziell auf jene Bereiche, die einen relevanten Einfluss auf die Operations- und Investitionsbedingungen der Unternehmen in Finnland und in Europa haben«, so Dr. Anne Brunila, Präsidentin des Verbands der Finnischen Forstindustrie.

»Besondere Relevanz für die Forstindustrie haben der Preis und die Verfügbarkeit von Energie, der Einsatz von Bioenergie und der Emissionshandel erlangt. Auf internationaler und auf EU-Ebene gefasste energie-, klima- und Umweltpolitische Entscheidungen haben einen beträchtlichen Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit des Sektors. Diese Entscheidungen stehen in vieler Hinsicht miteinander in Zusammenhang, was bedeutet, dass wir die Auswirkungen dieser Politiken ganzheitlicher betrachten müssen als bisher. Dies setzt ein intensiveres Lobbying und einen Ausbau unserer Kompetenz voraus«, sagt Brunila.

»Die neue Organisation wird auch die Interessenvertretung in Angelegenheiten intensivieren, die speziell die Holzindustrie und den Holzbaubereichs betreffen. Da der zukünftige Erfolg und die Wettbewerbsfähigkeit erhebliche Investitionen in Forschung, Entwicklung und Innovation bedingen, muss der Verband auch in diesen Feldern eine aktive Rolle spielen. Die Einrichtung eines Kompetenzzentrums des gesamten Forstclusters, das auf einer gemeinsamen Vision sowie auf der nationalen Forschungsstrategie aufbaut, ist ein Beispiel für wichtige neue Initiative, die den Sektor betrifft«, so Brunila.

Arbeitsmarktstrategie

Die Arbeitsmarktstrategie zielt auf wettbewerbsfähigkeits- und produktivitätsverbessernde Tarifvereinbarungen ab. Wichtige Aufgaben sind auch die Förderung von Arbeitsgesundheit und ‑sicherheit sowie eines ausreichenden Angebots an qualifizierten Arbeitskräften und an hochklassiger, den Bedürfnissen der Wirtschaft entgegenkommender Ausbildung.

Leiter der Arbeitsmarkteinheit des Verbands ist bis 31.1.2007 Gerichtsassessor Arto Tähtinen. Am 1.2. 2007 übernimmt Gerichtsassessor Jari Forss die Leitung. Arto Tähtinen tritt in den Ruhestand später im Jahre 2007. Innerhalb der Arbeitsmarkteinheit sind vier Teams tätig: Tarifverträge Papierindustrie, Tarifverträge Holzindustrie und Forstsektor, Wohlbefinden am Arbeitsplatz sowie Ausbildung und Kompetenz.

Wettbewerbsfähigkeits- und Innovationsstrategie

Die Wettbewerbsfähigkeits- und Innovationsstrategie des Verbands zielt darauf ab, Finnlands Wettbewerbsfähigkeit als Geschäfts- und Innovationsumfeld für die Papier- und Holzindustrie zu gewährleisten.

Die Einheit Geschäfts- und Innovationsumfeld wird von Dipl.-Ing. Pertti Laine geleitet. Sie gliedert sich in drei Teams: Funktionieren der Märkte, Forschung und Entwicklung sowie Wettbewerbsfähigkeit der Forstindustrie und ihrer wichtigsten Geschäftszweige. Die Einheit ist außerdem für die Interessenvertretung des Holzindustrie- und Holzbausektors zuständig.

Nachhaltige Entwicklung und Ressourcen: Energie, Umwelt und Waldfragen

Die Verbandsaktivitäten im Bereich der nachhaltigen Entwicklung zielen vor allem auf wirksame und wettbewerbsfähige Energie- und Klimaschutzpolitiken, die Förderung von nachhaltiger Waldbewirtschaftung und Waldzertifizierung sowie die Ausschöpfung der in der Verwendung erneuerbarer Ressourcen begründeten Wettbewerbsvorteile.

Die Einheit Nachhaltige Entwicklung und Ressourcen wird künftig von Anders Portin, Kandidat der Agrar- und Forstwissenschaften, geleitet. Portin tritt Anfang Oktober 2006 in den Verband ein, zurzeit ist er noch Leiter internationale Wald- und Klimaangelegenheiten im finnischen Ministerium für Land- und Forstwirtschaft. Die neue Einheit wird von drei Teams gebildet: Energie und Infrastruktur, Ressourcen und Umwelt sowie nachhaltige Forstwirtschaft.

Ein Schlüsselthema im Bereich nachhaltige Forstwirtschaft ist die Waldzertifizierung. Die finnische Forstindustrie hat sich zur Förderung einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung und der Waldzertifizierung verpflichtet. Rund 96 Prozent der finnischen Wirtschaftswälder sind nach dem vom PEFC anerkannten nationalen FFCS-Standard zertifiziert. Die finnische Forstindustrie setzt sich denn auch für die Förderung des PEFC als eines der am weitesten verbreiteten Zertifizierungssysteme ein. Die Zertifizierung ist für die Forstindustrie Bestandteil der normalen Qualitätskontrolle und der Unternehmensverantwortung. Die Waldeigentümer und die Industrie benötigen mehrere zuverlässige Zertifizierungsalternativen, die sich für die unterschiedlichen Bedingungen in den verschiedenen Teilen der Welt eignen.

Weitere Funktionen

Für die Koordination der Interessenwahrungsaktivitäten auf EU-Ebene ist Cand. jur. Riku Eksymä zuständig und für Russland-Angelegenheiten Mag. oek. Anneli Kotonen. Der Kommunikationseinheit steht Mag. oek. Helena Aatinen vor und der Einheit für Informations- und Verwaltungsdienste Mag. phil. Anu Karessuo.

Weitere Information:

Präsidentin Anne Brunila, Verband der Finnischen Forstindustrie, Tel. +358 (0)9 132 66 00