Nationale Energie- und Klimastrategie hat relevanten Einfluss auf die Rahmenbedingungen für Finnlands Forstindustrie

Press releases |

Für die Forstindustrie Finnlands ist es ein wichtiger Faktor, dass die heute veröffentlichte Energie- und klimapolitische Regierungserklärung in ihren Grundlinien den Bemühungen um Sicherung der Rahmenbedingungen für die Forstindustrie in Finnland entgegen kommen.

Emissionshandel darf nicht zum Verfeuern von Rohstoffen der Forstindustrie führen. Energiepolitisches Instrumentarium muss durchforstet werden und die Besteuerung des Stromverbrauchs der einheimischen Forstindustrie muss völlig abgeschafft werden. Bei der nächsten Vergabe vom Emissionsrechten müssen die Herausforderungen des internationalen Wettbewerbs berücksichtig werden. Für die globalen Klimaprobleme müssen umfassende globale und realitätsbezogene Lösungen gefunden werden.

Die finnische Forstindustrie kann auf Dauer im internationalen Wettbewerb nur dann bestehen, wenn sie Möglichkeiten zum Verbessern ihrer Rentabilität und zum Steigern ihrer Produktivität hat.

Emissionshandel darf nicht zum Verfeuern von Rohstoffen der Forstindustrie führen. Der Emissionshandel bewirkt einen Anstieg des Energiepreises und erschwert die Rohstoffversorgung der Forstindustrie. Infolge des hohen Preises für Emissionsrechte verbessert sich die "Holzkaufkraft" des Energiesektors, was Verzerrungen auf den Holzmärkten zu bewirken droht und dazu führen kann, dass zur rohstofflichen Verwertung geeignetes Holz verfeuert wird. Dessen Verarbeitung zu recyclebaren Produkten trägt ein Mehrfaches zum BIP bei als die Verbrennung des Holzes.

Energiepolitisches Instrumentarium muss durchforstet werden und die Besteuerung des Stromverbrauchs der einheimischen Forstindustrie muss völlig abgeschafft werden. Mit einer langfristig angelegten Energiepolitik kann die Ausbalancierung und Struktur der Energieversorgung verbessert werden, mit positiven Folgen für die Volkswirtschaft und die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie. Die Energiesteuer für die finnische Industrie und der Emissionshandel sind Belastungen, die sich überlappen. Die Besteuerung des Stromverbrauchs der einheimischen Forstindustrie muss abgeschafft werden, so wie es bereits in Schweden geschehen ist. Ein erster Schritt in die richtige Richtung wäre es, den mit hoher Energieeffizienz von den Werken selbst erzeugten und verbrauchten Strom von der Steuer zu befreien. Anreize zum verstärkten Einsatz von Kraft-Wärme-Koppelung (KWK) hätten in Finnland eine zunehmende Erzeugung von Biostrom, eine Verringerung der Treibhausgasemissionen, eine Verbesserung der Energieeffizienz, wachsende Investitionen in effiziente KWK-Anlagen sowie eine Verringerung der Abhängigkeit von Stromimporten und zugekauftem Strom zur Folge.

Bei der nächsten Vergabe vom Emissionsrechten müssen die Herausforderungen des internationalen Wettbewerbs berücksichtig werden. Die CO2-Emissionen der Forstindustrie sind prozessimmanent und lassen sich in der Praxis nur noch durch Reduzierung der Produktion verringern. Die Forstindustrie hat in der Vergangenheit mit Nachdruck in Bioenergie, Energieeffizienz sowie energiesparende Techniken und Verfahren investiert – an der Bioenergieproduktion des Landes hat sie bereits einen Anteil von über 80 Prozent. Mit diesen Maßnahmen konnten die CO2-Emissionen der Branche auf dem finnischen Zielniveau gehalten werden, obwohl beispielsweise die Papierproduktion seit 1990 um mehr als 40 Prozent gestiegen ist. Der Klimawandel ist jedoch ein globales Problem. Der Emissionshandel bewirkt Verzerrungen, bei denen energieeffiziente Hersteller konkurrierenden Unternehmen, die keine vergleichbaren Investitionen in die Verringerung ihrer Emissionen getätigt haben, Emissionsrechte abkaufen müssen. Wenn die Emissionsrechte für die Jahre 2008-2012 vergeben werden, müssen die Tätigkeits- und Investitionsbedingungen der finnischen Forstindustrie angemessen berücksichtigt gesichert werden,

Für die globalen Klimaprobleme müssen umfassende globale und realitätsbezogene Lösungen gefunden werden. Die EU-Länder sind für etwas über 10 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Ausgangspunkt für die klimapolitischen Übereinkünfte der Zukunft hat eine erheblich umfassendere Teilnahme an den Anstrengungen zur Emissionsverringerung zu sein. Anstatt auf Emissionskontingenten und Einschränkungen zu basieren, sollten die Klimaschutzabkommen der Zukunft effiziente und emissionsarme Tätigkeiten belohnen. Die globale Förderung energieeffizienter Technologien wäre die richtige Alternative für die landesspezifischen Emissionskontingente des Kyoto-Protokolls, die der europäischen Industrie vielerlei unvorhergesehene Probleme bereitet haben.

Weitere Information:

Stefan Sundman, Industrial and Environmental Policy, Verband der Finnischen Forstindustrie
Tel. +358 (0)9 132 6611, stefan.sundman@forestindustries.fi

Pertti Laine, Senior Vice President, Verband der Finnischen Forstindustrie
Tel. +358 (0)9 132 6633, pertti.laine@forestindustries.fi

Bilder zum Thema: Emissionshandel darf nicht zum Verfeuern von Rohstoffen der Forstinduries führen.