In Montreal eingeleitete Klimaprozesse müssen zusammengeführt kombiniert werden

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Die Weltklimakonferenz von Montreal leitete einen umfassenden Dialog über die Weiterentwicklung der UNO-Klimarahmenkonvention ein. An diesem Dialog werden sich alle Staaten beteiligen. Nach Auffassung der Forstindustrie ist dies der richtige Weg. Als positiv zu werten ist auch, dass die Konferenz in ihren Beschlüssen die Bedeutung der Entwicklung besserer Technologien für die Abwehr des Klimawandels hervorhob.

Hingegen enthalten die Beschlüsse über die Aufnahme von Beratungen über ein Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll und die zukünftigen Emissionsverpflichtungen der Unterzeichnerstaaten Problempotenzial. Die betreffenden Montrealer Beschlüsse betreffen nur etwa ein Viertel der weltweiten Treibhausgasemissionen, was die Wirksamkeit der globalen Klimapolitik verwässert. Die Vereinigten Staaten, Australien, alle Schwellenländer (u.a. China und Indien) sowie Russland, das sich möglicherweise von seinen Verpflichtungen lossagt, drohen außerhalb der Reduktionsverpflichtungen zu bleiben. Diese Länder verursachen jedoch rund drei Viertel aller Treibhausgasemissionen der Welt. Eine solche Konstellation würde die Industrie der EU, also auch Finnlands, im globalen Wettbewerb benachteiligen.

»Für eine funktionierende globale Klimapolitik wäre es notwendig, der Industrie Anreize zu bieten, in Ländern zu investieren, die ernsthafte Anstrengungen zur Verringerung ihrer Emissionen unternehmen. Unter den derzeitigen Verhältnissen verschlechtert sich die Wettbewerbsfähigkeit der Industrien jener Länder, die das Kyoto-Protokoll ratifiziert haben, indem konkurrierende Betriebe in Nicht-Kyoto-Ländern relevante Kostenvorteile erhalten«, so Stefan Sundman, Vertreter der finnischen Forstindustrie bei der Montrealer Klimaschutzkonferenz.

Als künftiger Ratspräsident der EU hat Finnland die Chance, den Gang der Beratungen über die Klimaschutzpolitik für die Zeit nach 2012 zu beeinflussen. Ziel muss es sein, alle für den Klimawandel maßgeblichen Länder in die verbindlichen Vereinbarungen über die Emissionsreduzierung einzubeziehen

Weitere Information:

Stefan Sundman, Industrial and Environmental Policy, Verband der Finnischen Forstindustrie, Tel. +358 (0)9 132 6611, +358 (0)40 535 0501, stefan.sundman@forestindustries.fi

Pertti Laine, Senior Vice President, Verband der Finnischen Forstindustrie.
Tel. +358 (0)9 132 6633, +358 (0)400 506 977, pertti.laine@forestindustries.fi